Didgerijo

„Am Anfang stand der Club – dann kam das Didgeridoo.“
So ist der Einfluss des klassischen Berlin-Detroit Technos auf mein Spiel nicht verwunderlich.

Wirklich bewusst wurde er mir in Gänze jedoch erst nach einigen Jahren als ich den 4/4 Takt des alt bekannten „Four to the Floor“-Beats unvermeidbar erkennen musste – im Spiel am Didgeridoo wieder fand.

Elektronische Rhytmen „straight & Trance lastig“ auf dem Didgeridoo zu spielen wie ich es elektronisch aus Clubs wie z.B. dem alten Tresor Berlin kenne, war und ist eine enorme und physische Herausforderung. Dank Ondrej Smeykals Vorbildwirkung war der Ehrgeiz schnell und nachhaltig geweckt – es war klar – es kann funktionieren!

255006_156775401055841_8137995_nIch versuchte den spielerischen Horizont durch Workshops zu erweitern – durfte jedoch schnell bemerken das es nicht meins sein kann – Musikalische interpretationen oder Rhytmen anderer Spieler – sowie Techniken die sich teils daraus ergeben – zu verinnerlichen und verzichtete so nach kurzer Zeit in Gänze darauf an weiteren Workshops teilzunehmen. Für mich persönlich eine der schönsten und wichtigsten Erfahrungen „am Didgeridoo“. Zumal ein wesentlicher Bestandteil vieler, wenn nicht sogar der meisten Workshops ist – „bei sich selbst zu sein/bleiben“. Eine Ironie die nicht lange unentdeckt blieb.

Im gemeinnützigen Berliner Verein Didge’N’Culture e.V. stellte ich seit 2006 diverse eigene Instrumente her, unterstützte den Verein unter anderem bei dem veranstalten von Workshops und kleineren Konzerten. Gemeinsam realisierten wir u.a. das 3 tägige Open Air Didgeridoo Festival DIDG.e.VENT – Internationales Didgeridoo Benefiz Festival & World Records Attempt, dass vom 6. – 8. Mai 2011 auf der Insel der Jugend in Berlin-Treptow stattfand.

Die Musikalische und persönliche – durch kontinuierliches spielen und trainieren geprägte Entwicklung am Didgeridoo ist für mich schwer in Worte zu fassen. Fakt ist, das Didgeridoo Spiel hat in mir – angefangen damit Musik zu machen – über das physische Training, bis hin zur erweiterung meines „spirituellen Horizonts“ unglaublich viel bewegt und mir noch mehr gegeben – und das tut es noch.

Aufgrund des Zeitmangels, bedingt durch meine Selbstständigkeit bleibt heute leider nur noch sehr selten die Zeit und Muse um zu spielen – los lassen möchte ich dieses wundervolle Instrument jedoch nie.

Didgerijo

Jo Zapf, spielt das Didgeridoo seit 2006. Er stellte einige seiner Instrumente selbst her bis er Eddy Halat kennen lernte und bezieht seine high end custom carved Instrumente seit dem fast ausschliesslich von Ihm. Die Urbanen und treibenden Sounds Berlins (Berlin-Detroit) Mitte der 90er beeinflussen sein Spiel von Beginn an nachhaltig. Die Symbiose aus Didgeridoo und Urbanem Industrial Sound ist für Jo - Organic-Trance. Jo ist Inhaber und Video- und Multimedia Produzent bei inVISUALmotion - Film-, Video- und Postproduktion, Multimedia- & Anwendungsentwicklung

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